Autor Thema: Kurve des Glücksfaktors:  (Gelesen 13959 mal)

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #25 am: 11. Dezember 2008, 13:45:32 »
die soll genau so auschaun:

gegen einen 300 punkte schwächeren spieler reicht ein match auf 5 punkte

gegen einen 100 punkte schwächeren 9 punkte

gegen einen gleichstarken egal..

wann kommen eben die stärken des cubes so zum tragen dass ein schwacher irgendwann doppelgammopn aufs dach kriegt... und sich brausen gehn muss..





sita

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #26 am: 11. Dezember 2008, 14:30:12 »
Die W. kannst Du ja aus der FIBS-Formel rausholen. Ein Richtwert ist: bei 100 Punkten Differenz gewinnt der Stärkere 60% in 13pt Matches.
The Law, in its majestic equality, forbids the rich, as well as the poor, to sleep under the bridges, to beg in the streets, and to steal bread. -- Anatole France

mucki

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #27 am: 11. Dezember 2008, 15:30:46 »
Hi,

wenn sich die beiden letzten Antworten auf meinen Einwand bezogen haben, dann Frage ich mich was mein Rating mit Psychologie zu tun hat ? Mein Rating sagt etwas über meine vermeindliche Spielstärke aus, was meinen Gegner natürlich auch in seiner Spielweise beeinflusst, aber das würde ich nicht unter Psychologie einstufen.

Sollten die Antworten nicht auf mich bezogen gewesen sein, so vergesst den Eintrag einfach wieder.  ;D

Habt Spaß,

Mucki
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George Best

Maik

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #28 am: 11. Dezember 2008, 17:27:47 »

wie nennst du es wenn:

- dein Gegner eine dicken Kopf hat weil er gestern Geburtstag gefeiert hat?

Fehler!

Zitat
- er gerade Stress mit seiner Freundin hat

Normal?!

Zitat
- er sich in geschlossenen Spielen wohler fühlt als in offenen und du mit e4 eröffnest
- er sich in offenen Spielen wohler fühlt als in geschlossenen und du mit e4 eröffnest

Ah, die sind interessant. Glück - oder möglicherweise gute Vorbereitung, nämlich dann, wenn mein Gegner 500 Partien in Chessbase stehen hat. Oder ich habe die Information von seinem bestochenen Vereinskollegen. Diesen Faden kann man noch weiterspinnen für wichtige Matches zwischen hochkarätigen Gegnern. In dem Fall steht jedem der Gegner jede Menge an Information zur Verfügung. Was dem Gegner verborgen bleibt, sind die Details der intensiven häuslichen Eröffnungsvorbereitung. Am Brett geht es dann darum, das Spiel so zu gestalten, dass man sich in die eigene Vorbereitung spielt, aber nicht dem Gegner in eine Falle tappt. Dazu ist es nötig, nicht zu leicht ausrechenbar zu sein. Ich sehe da eine Parallele zu Schere-Stein-Papier, was ich als eine spezielle Art von Glücksspiel einordnen würde.

Zitat

Und wie ist denn die ELO-Zahl definiert? Da ergibt doch der Unterschied in der Zahl eine Gewinnwahrscheinlichkeit

Wenn ich auf identischer HW identische SW gegeneinander spielen lasse, was ist es wenn ein Spiel nicht Remis ausgeht?

Reicht das? ;)


Danke schön, das ist sehr gute Munition  :)

gumpi

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #29 am: 11. Dezember 2008, 20:03:00 »
es gibt gibd doch die Trice/Jacobs "chart for unequal matches":

http://www46.pair.com/sengoku/MEchart/English/Fish.html

gruß gumpi

Vikingblood80

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #30 am: 11. Dezember 2008, 21:39:28 »
Jetzt beteilige ich mich doch schon mal an dieser mittlerweile eher philosophisch gewordenen Diskussion.  :-&

Wollte schon länger was dazu schreiben.

aber zwei gleichstarke Spieler treffen ja oft aufeinander

Sagen wir es gibt ein Orakel, dass zu jedem Spieler die wahre Spielstärke nennen kann.Um in der Welt der Backgammonspieler zu bleiben, nenne ich diese Spielstärke Rating.Je mehr also ein Spieler vom Spiel weiss,also mehr Positionen richtig einschätzen kann, Konzepte kennt, Spieltypen richtig spielen kann usw, desto höher sollte sein Rating ausfallen.Natürlich die verschiedenen Dinge entsprechend der Häufigkeit gewichtet. Wann sind 2 Spieler gleichstark? In einer Differenz von 0.1 Rating-Punkte? 0.5 Punkte? 1 Punkt? 5 Punkte? Dazu kommt, dass die Spielstärken von vielen Spielern (die noch nicht Welt-niveau erreicht haben) je nach Tagesform auch noch mal erheblich schwanken dürften. In meinen Augen passiert es fast nie, dass zwei gleichstarke Spieler aufeinander treffen, aber dies ist nur schwer festzustellen, weil es meiner Meinung nach dazu keine hinreichend exakte Methode gibt, die Spielstärke zu bewerten.

wenn die Würfel mit dem Zufall sprechen - sollte man ja einfach nur lachen können

jo man muss akzeptieren was die Würfel zeigen

Sind Backgammonspieler grundsätzlich bereit zu sagen, sie haben Glück gehabt, wenn sie eine Snowie ER 3 anstelle ihrer durchschnittlichen 6 spielen?
Das ist eine extrem interessante Fragestellung, deren Antwort allerdings schon eine Wertung oder Hierarchie von "Glück" beinhaltet. Ich kann das Glück haben, dass alle Entscheidungen relativ einfach für mich zu treffen sind und demzufolge meine Errorrate sehr niedrig ist. Die Würfe dafür müssen aber nicht unbedingt gut sein - es können auch lauter Antijoker sein, bei denen ich nur leicht den noch besten Zug finde. Also im Prinzip das Glück, dass das Spiel in Bahnen verläuft, in denen ich mich gut zurecht finde. Ich kann versuchen, das Spiel in eben diese Richtung zu bringen (Skill), allerdings wenn ich es damit übertreibe, wird die ER schon wieder hochschiessen (zB. freiwillig zu schnell ins Backgame gehen). Ein perfekter Spieler braucht diese Form von Glück überhaupt nicht, da er in jeder Position die besten Züge finden wird. 99,9% aller Spieler werden aber bei Glück eher auf das tatsächliche Endergebnis und nicht auf die ER schauen - was nützt einem die beste ER, wenn man zB. nach wenigen Zügen auf die Bar kommt und hilflos mitansehen muss, wie einen der Gegner überrennt?

Also ich bin bereit auch an einigen Stellen zu sagen „Glück gehabt“. Von meinen 15 Matches aus dem Ladder Turnier habe ich vielleicht (geschätzt)  4 oder 5 mal besser gespielt als Snowie 6-7, also höchstens 1/3. Hab jetzt nicht genau die Partieverläufe mir angeschaut, aber denke da wird sich das Spiel in Bahnen bewegt haben, die ich vermutlich besser kann oder auch Spiele wo ich mehr Joker hatte, dies wäre ja wieder direkt aufs Glück bezogen.

Auf der anderen Seite wenn ich mir meine ersten 20-30 Matches auf DG anschaue, dann habe ich dort über 50% der Spiele besser als Snowie 7. Da würde ich nicht mehr uneingeschränkt alles aufs Glück schieben, sondern schon sagen, dass der Effekt der längeren Bedenkzeit zum Tragen kommt. Mittlerweile sieht das wieder anders aus, aber vermutlich weil ich nun viel mehr Matches spiele und mich nicht mehr so gut konzentriere, aber das ist eine andere Geschichte.

Für die andere Sichtweise hab ich auch ein sehr gutes Beispiel.Hab auf playok im September gegen einen Spieler ein Bilderbuch-blitz verloren. Wir beide kriegen die Traumnote 0.0 als Errorrate (ob Snowie oder GNU könnt ihr Euch raussuchen lol) für diese Partie. Die gute Bewertung gebührt aber meinem Gegner, denn nach meiner 5-1 als Split und dem anschliessenden Take nach 5-5 meines Gegners konnte ich mir den Rest Spieles von der bar aus anssehen. Ich hatte hier  überhaupt keine Möglichkeit Fehler zu produzieren.

99,9% aller Spieler werden aber bei Glück eher auf das tatsächliche Endergebnis und nicht auf die ER schauen - was nützt einem die beste ER, wenn man zB. nach wenigen Zügen auf die Bar kommt und hilflos mitansehen muss, wie einen der Gegner überrennt?
Was nützt einem die beste ER? Sie spendet Trost ;D

Ja geht mir auch so. Wenn ich in einem 1-pt Match relativ hilflos mit ansehen muss, wie nichts so richtig zustande kommt und im Nachhinein ich ne Snowie 0.9 und mein Gegner ne Snowie 9.0 kriegt, dann beruhigt mich das schon und tröstet mich etwas über den Verlust hinweg.


Um mal noch auf den Beginn des Threads hinzuweisen:

Ich denke was taulajoe wissen wollte, wie lang muss das Match sein, um das Glück ausschliessen zu können, abhängig von der Spielstärke der Spieler. Aber da muss man sagen, dass der Unterschied z.B. zwischen 5,7 oder 9 pointern so minimal ist( wie stark das Glück eingeht), dass man meiner Meinung nach keine Aussage treffen kann.

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #31 am: 11. Dezember 2008, 21:58:25 »
da bin ich eben nicht so sicher ob nicht gerade in der spanne zwischen 3 und 9 punkten ein ganz grosser Unterschied liegt:

an guten Tagen komm ich mir vor wie eine Spinne die den gegner (mit oder ohne Glück) punkt um Punkt sammeln läßt und dann irgendwann mit gammondouble 4 Punkte holt....
ich trau mich fast sicher sagen dass hier in Fibs bei einer Spielstärke zwischen 1500 und 1800 gegen den schwächeren viel zu holen ist.... (unabhängig von guten und schlechten Zügen). durch nutzen des Marktwerts in Gammonverdächtigen Stellungen..

sowas geht auf 7 punkte gut (bei 3 und 5 nicht so...)... das hängt auch mit dem längeren Atem zusammen, den dann eben doch meist der bessere Spieler hat


danke GUMPI!!!!!!!!!!!!!!!!!!

das war genau nach was ich suchte!!!!!!!!!!!
scheint eineparabel zu sein - der Vorteil des stärkeren Spielers steigt so wie ich das Versteh von 1punkt matches bis 10 Punkten stark an und verschleift sich dann............. also bestätigt das meine Annahme das Gegen schwächere Spieler 7 Punkte das Minimum sind wenn man nicht zu große Schwankungen seiner Wertungszahl hinnehmen will ?!
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2008, 22:13:28 von taulajoe »

Vikingblood80

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #32 am: 12. Dezember 2008, 00:28:40 »

danke GUMPI!!!!!!!!!!!!!!!!!!

das war genau nach was ich suchte!!!!!!!!!!!


die kurven haben aber nix mit dem glück zu tun!!!!!!

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #33 am: 12. Dezember 2008, 11:28:36 »
???????? da besteht die gefahr das wir zwei an einander vorbeireden -
aber aus der kurve (bei 300 ratingpunkten unterschied zB) geht wohl klar hervor dass bei 1punktmatches die Spielstärkenequity näher bei 50/50 liegt als bei 5 punktmatches - also nützt dir bei ersteren deine Spielstärke weniger weil sie vom "Glück" niedernivelliert wird?!?!

...........einmal glück ist was andres als eine Glückssträhne

...........  desto länger das match desto mehr kommt der cube zum Tragen - der iss resistenter gegen Glück und bedarf immer eines kühlen Kopfs welchen einer im Glücksrausch vielleicht nimmer so hat...

Vikingblood80

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #34 am: 12. Dezember 2008, 20:27:03 »
desto länger das match desto mehr kommt der cube zum Tragen - der iss resistenter gegen Glück

LOL interessante Formulierung, aber ich kann Dich beruhigen, der Cube ist zu 100% ein Skillelement - und das ist auch gut so

ja mit dem Aneinander - Vorbeireden ist so ne Sache, ich bemühe ich ja immer Deine Anliegen zu verstehen, aber oft ist es sehr schwer für mich wenn fast nur ein einzelnes Wort dasteht und dann soll man genau wissen worauf Du hinaus willst  :-W

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #35 am: 13. Dezember 2008, 13:29:08 »
:) hängt warscheinlich damit zusammen dass mir meist der durchblick fehlt und hoff dass ihr meinen nebel lichtet ;)

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #36 am: 14. Dezember 2008, 11:23:00 »
noch etwas zu Glückskurven - wobei ich mich mit einem Diagramm leichter tät - aber das kann ich ja nicht reinladen:

Bei der Annahme: keine Fehler kein Glück sollte der Spielverlauf linear sein und in einem Unentschieden (;)) enden:

__________________________________->

da man nur leichte oder schwere Fehler machen kann führen die in meinem Diagramm nach unten:

\
  \
    \

Glück oder Pech dagegen sowohl nach oben und unten....

dieses Diagramm funktioniert für eine Partie gespiegelt für beide Spieler

Dies wäre für mich eine tolle auswertung in GNUb!!!
Man würd sofort sehn ob man eher am Anfang oder Ende die Fehler gemacht hat
ob beide Spieler in der gleichen Situation danebengriffen
und wo das Glück entscheidender eingriff
und vorallem wie sehr man mit gutem Spiel dem Pech ein Schnippchen schlagen konnte

(Bei der Angabe von Gücklichen würfen stört mich dass ich zwar seh wo es offensichtlich war,  aber nicht ob einer
5 mal hintereinander den leicht glücklicheren Wurf gemacht hat - was vielleicht noch mehr ins Gewicht fällt)
« Letzte Änderung: 14. Dezember 2008, 12:01:34 von taulajoe »

Vikingblood80

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #37 am: 14. Dezember 2008, 11:29:56 »

Bei der Annahme: keine Fehler kein Glück sollte der Spielverlauf linear sein und in einem Unentschieden (;)) enden:

__________________________________->

 aber nicht ob einer
5 mal hintereinander den leicht glücklicheren Zug gemacht hat - was vielleicht noch mehr ins Gewicht fällt)

Das was Du beschreibst ist konstant, ok auch ein Spezialfall von linear.

Es gibt keine glückliche Züge, nur glückliche Würfe. Sobald gewürfelt ist, kommt kein Glück mehr mit rein.

Ansonsten ist die Idee gar nicht mal schlecht erkennen zu können in welcher Phase einer Partie man Fehler gemacht hat.Allerdings ist das Glück gar nicht nötig, geht ja nur um den equity Verlust zum maximal besten Zug.
« Letzte Änderung: 14. Dezember 2008, 11:32:30 von Vikingblood80 »

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #38 am: 14. Dezember 2008, 12:05:38 »
Ich will das Glück dem Fehler gegenüberstellen - weil ich beim sofortigen Analysieren einer Partie dann mein Gefühl wärend dem Spiel der korrekten Antwort gegenüberstellen kann -
und da gehts drum wann hab ich gut gespielt und wann glück gehabt - (oft liegt da ja mein Gefühl weit daneben :))

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #39 am: 22. Dezember 2008, 08:56:08 »
Zum Glück noch ne Überlegung:

Wenn in der Formel 1 in jedem Rennen 30% der Autos nach Zufallsprinzip disqualifiziert werden
wie schauts am Ende mit den Chancen auf den WM Titel aus?!

ich sag, die ersten 4 rücken Näher zusammen .

Leider kann ich folgendes bei Gnub (noch) nicht auswerten:
In wievielen Matches habe ich die schlechtere spielerische bewertung und trotzdem aus Glück gewonnen -
ob da irgendein Spieler hier sowas ausgewertet hat??

Maik

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #40 am: 22. Dezember 2008, 10:09:55 »
Zum Glück noch ne Überlegung:

Wenn in der Formel 1 in jedem Rennen 30% der Autos nach Zufallsprinzip disqualifiziert werden
wie schauts am Ende mit den Chancen auf den WM Titel aus?!

ich sag, die ersten 4 rücken Näher zusammen .

Würde ich auch sagen (bezogen auf die Chancen, nicht unbedingt auf die Punktzahlen).

Leider kann ich folgendes bei Gnub (noch) nicht auswerten:
In wievielen Matches habe ich die schlechtere spielerische bewertung und trotzdem aus Glück gewonnen -
ob da irgendein Spieler hier sowas ausgewertet hat??

Ich habe keine Daten. Ich glaube, die bessere Frage wäre: In wievielen meiner Matches gewinnt der Spieler mit der schlechteren spielerischen Bewertung? Ich denke, die Antwort hängt von der Gegnerauswahl und von der Matchlänge ab. Wenn ich immer gegen genau gleich starke Spieler spiele, liegt der Wert wahrscheinlich nahe bei 50% - möglicherweise sogar drüber  :o , ausgehend von der Theorie, dass gute Würfe oft schwerer zu spielen sind als schlechte. Wenn ich mir immer viel schwächere Gegner suche und die in langen Matches auseinandernehme, ist die Antwort nahe bei 100% minus meine Gewinnwahrscheinlichkeit, also z.B. 25%.

0pips

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #41 am: 21. Januar 2009, 15:52:37 »
Hier die Glückskurve für esoterisch angehauchte.
Es gilt dann der jeweilige Biorhythmus:

http://www.biorythmus.de/biorythmus-berechnen.php

Das eigene Geburtsdatum und das des jeweiligen Gegners eingeben. (aber nicht online! das Geburtsdatum eintippen).
Wenn er einen schlechteren Rhythmus hat, ist die Wahrscheinlichkeit gegen ihn zu gewinnen höher, vorausgesetzt der eigene Biorhythmus ist nicht ebenfalls im Keller.  8)
Daraus resultiert doch die Glückskurve, oder etwa nicht?!  ::)

ChristianP

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #42 am: 23. Januar 2009, 00:11:29 »
also jetzt hab ich einmal zuoft gelesen, dass backgammon einem Münzwurf entspreicht...

das kann ich so nicht hinnehmen:
zwei gleichgute Spieler spielen im Schach Remis - stimmt schon mal überhaupt nicht - sondern nur remisspieler spielen remis - andere spielen eine match und 70% der Partien werden entschieden - auch wenns dann 5 - 5 endet..
nur die theoretische annahme des perfekten Spielers der das Spiel 100% durchschaut hat remisiert gegen sein alter ego...
im Backgammon gibt es viele gleich gute spieler - aber keinen einzigen der es komplett durchschaut:
also reicht folgendes Beispiel: es soll gutes training sein, sich vor einem match mit gnu einzuspielen - da wär schon ein Vorteil, wenn ein spieler zu beginn viel verliert - spielt er (aufgrund unserer menschlichen Psyche) schwächer - er riskiert zuviel oder zuwenig.... dieses psychologische Moment muss man nutzen
(hatte grad einen recht starken gegner der mit absicht backgames und holding games spielt - da hab ich alles getan in dazu zu motivieren - weil auf die dauer läßt er da viel Punkte liegen, und meint ständig er hat Pech - weil er am ende hitchancen verpaßt und gammon verliert - die hits haben da halt oft nur1/3 chance...)

als fanatischer bgspieler kann und will ich da nix von einem münzwurf sehn (sonst stell ich mein brett morgen in den keller ;))

Münzwurf
wo ist denn da das Problem?
Im Fussball gibt es bei zwei gleichstarken Mannschaften auch Münzwurf im übertragenen Sinne (ok. ca. 28% oder so kommt Kante aber die restl. 72% sind Münzwurf wenn wir ein ganz einfaches Spiel ohne Heimvorteil bspw. WM oder EM nehmen gibt es auch keine Kante mehr, deshalb wurda ja der wirkliche Münzwurf abgeschafft und die Verlängerung nebst Elfmwterschießen eingeführt)
Wenn jemand sagt es gibt noch andere Faktoren dabei z.B. individuele Spieler(verletzungen/rückkehrer) oder ihre Launen, Trainer(wechsel), Taktikbesprechungen, Wetter, Fansupport etc. gebe ich ihm erstmal recht. Evtl macht das ja kurz vorm Anpfiff 53:47 oder 51:49 (Unentschieden unberücksichtigt). Aber es kann ja trotzdem 50:50 sein. Und egal wie die objektien Chancen wirklich sind (nehemn wir mal an, wir liegen richtig mit unserer 50:50-Aussage... oder auch nicht  :-J), der Ball ist drin oder nicht. Der Linienrichter reißt die Fahen hoch oder nicht, der Wind lenkt den Ball über die Latte oder nicht. Letztendlich sind wir wieder beim Glück.
« Letzte Änderung: 23. Januar 2009, 00:46:09 von ChristianP »

0pips

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #43 am: 23. Januar 2009, 01:37:56 »
Ich frag mal so:
Wie oft hat Euch jemand in einem Backgammonspiel gesagt: "Boah, hast Du ein scheiß Glück!" ?
So hoch ist der Glücksfaktor im Backgammon.
Schlechtere Spiele haben weniger Glück, weil man zu denen nicht so oft sagt: "Hast Du ein Glück. Kannst Du was mit den Würfeln?"  :-Y

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #44 am: 25. Dezember 2012, 16:38:26 »
Glücksspiele

§ 1. (1) Ein Glücksspiel im Sinne dieses Bundesgesetzes ist ein Spiel, bei dem die Entscheidung über das Spielergebnis ausschließlich oder vorwiegend vom Zufall abhängt.

(2) Glücksspiele im Sinne dieses Bundesgesetzes sind insbesondere die Spiele Roulette, Beobachtungsroulette, Poker, Black Jack, Two Aces, Bingo, Keno, Baccarat und Baccarat chemin de fer und deren Spielvarianten. Der Bundesminister für Finanzen ist ermächtigt, aus Gründen der Rechtssicherheit durch Verordnung weitere Spiele als Glücksspiele im Sinne des Abs. 1 zu bezeichnen.


Ich möchte für EBIF um Förderungen ansuchen - und da stieß ich auf diese Gesetzesformulierung!

Bei EBIF gilt die Regel Matches mindestens 7 Punkte und Meisterschaften im Idealfall RoundRobin.
Ist das Ergebnis vorwiegend Glück oder vorwiegend skill?

Kann man diese Fragestellung auf irgendeine Art exemplarisch beantworten?
(Wenn ich da bei der Förderungsstelle steh - muss ich ja irgendwie den Beweis zu führen versuchen )

Bei den tollen Dailygammonturnieren gibt es ja Turniertabelle und Erroratetabelle - läßt sich mit diesen
der Einfluss von Glück (Zufall) quantifizieren?!
« Letzte Änderung: 25. Dezember 2012, 17:38:22 von taulajoe »

Maik

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #45 am: 26. Dezember 2012, 22:24:02 »
1 PR entspricht ein bißchen mehr als 30 Elopunkte Differenz. Zusammen mit der Formel für die Abhängigkeit von Elorating und Gewinnchancen hat man eigentlich alles, was man zur Quantifizierung braucht. Ob das der richtige Weg ist, den Finanzminister zu überzeugen, ist eine andere Frage. Da würde ich lieber einen backgammonspielenden Juristen konsultieren. Wenn (Turnier-)Poker als Glücksspiel gilt, halte ich es aber für schwer, für Backgammon das Gegenteil zu beweisen.
« Letzte Änderung: 26. Dezember 2012, 22:45:41 von Maik »

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #46 am: 26. Dezember 2012, 22:49:47 »
hast Du einen Link zu dieser Formel bitte? (Elorating - Gewinnchance ... die alten links scheinen nicht mehr zu funktionieren)

Maik

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #47 am: 26. Dezember 2012, 22:56:01 »
Die FIBS-Formel (http://www.fibs.com/ratings.html) ist

Winning prob. = 1-(1/(10^((YOU-HIM)*SQRT(ML)/2000)+1))

where YOU=your rating, HIM=his rating, ML=match length

taulajoe

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #48 am: 26. Dezember 2012, 23:50:48 »
danke Dir!

Martin

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Re: Kurve des Glücksfaktors:
« Antwort #49 am: 28. Dezember 2012, 20:09:50 »
Mit der Formel kann man nicht berechnen, wieviel Prozent Glück und wieviel Prozent Können ist. Auch mit keiner anderen Formel. Man kann es berechnen für zwei (oder mehr) Spieler, die eine bestimmt Rating- oder PR-Differenz haben. Diese reflektiert aber gerade das Können. Das Ergebnis ist quasi eine Tautologie.