Autor Thema: Erste Erfahrungen...  (Gelesen 9714 mal)

FrankBerger

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Re: Erste Erfahrungen...
« Antwort #25 am: 28. Oktober 2009, 23:05:36 »
Es gibt im BG viele Stellungen, wo ein Spieler nur noch eine sehr geringe Gewinnwahrscheinlichkeit hat. Aber warum soll er sich damit "abfinden" und aufgeben? Solange die Wahrscheinlichkeit nicht 0 ist, hat er das recht weiterzuspielen. Und wenn das Spiel noch unendlich lange weiterging, sodass einer die Lust verliert und auflegt(?) ist die Wahrscheinlichkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit eben nicht bei 0%.


Was das Bewerten bei Droppern angeht. Man könnte das und manche Server machen das auch (was das Problem aus meiner Sicht auch sehr stark verbessert, denn der Anreiz zu droppen ist dann viel geringer) Fibs aber nicht. Die Fibs-Software ist seit Jahren nicht weiterentwickelt worden und der Autor gibt sie auch nicht frei, sodass andere nix dran schrauben können.

Walfinho

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Re: Erste Erfahrungen...
« Antwort #26 am: 28. Oktober 2009, 23:43:08 »
Äh, ich glaube es geht hier darum, dass der Gegner in einer Stellung mit 0% Gewinnchance einfach nicht mehr weiterspielt und dem gewinnenden Spieler so seinen Sieg raubt. Dass die Verlustwahrscheinlichkeit mit dieser "Taktik" dann nicht bei 0% liegt, ist dann nicht ganz der Sinn des Spiels.

Um sowas aus dem Weg zu gehen, gibts ein paar Möglichkeiten:

- Der angesprochene RepBot auf FIBS
- Nur in "offiziellen" Ligen / Turnieren spielen (FLG, Gammonzone, hier im Forum, oder sonstwas). Dort triffst Du in der Regel nette Leute, die das Spiel auch zu Ende spielen. Die Leute, die das nicht tun, kannst Du dann einfach melden, dann fliegen sie eben auch aus der entsprechenden Liga.
- Nur gegen bekannte Leute spielen
- Achtung Vorurteil: Nur gegen "bessere" Spieler spielen. Ich habe das Gefühl bzw. die Erfahrung, solche "Taktiken" sind bei schlechteren Spielern mit kleinem Rating weit verbreiteter als bei besseren Spielern, bessere Spieler akzeptieren eine Niederlage oft besser - zumindest spielen sie das Spiel zu Ende, wie gut sie im Verlieren sind, ist damit nicht gesagt :)
- Auf Servern mit Zeitlimit spielen. Da kommt es zwar auch vor, dass die Leute einfach abhauen bevor das Spiel zu Ende ist, aber dann verlieren sie trotzdem. Wenn die Leute dann wirklich kein Leben haben, verbrauchen sie einfach nur alle ihnen zur Verfügung stehende Zeit und spielen trotzdem weiter, bei sowas ist es dann auch meistens vorteilhaft, den Chat zu deaktivieren ;)

Vikingblood80

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Re: Erste Erfahrungen...
« Antwort #27 am: 28. April 2011, 02:16:09 »
DIESES SCHEISS FIBS!
Regelmässig kriege ich bessere Bewertungen (~1930) als mein Gegner, sehe deren grobe Fehler und vergessene Doppler und werde trotzdem einfach hinweggemolcht (wie Thomas sagen würde  :-I :-I :-I) In über 3 Jahren spielen hab ich noch nicht mal ein Rating über 1800 erzielen können. SCHNAUZE VOLL!...So das musste mal raus.

Wie sagt Daniel so schön? "Backgammon ist ein Scheiss-spiel" :-"

sita

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Re: Erste Erfahrungen...
« Antwort #28 am: 28. April 2011, 08:01:35 »
Ich verstehe gerade gut, was Du meinst. Bei mir läuft dort gerade auch überhaupt nichts. Vor kurzem bin ich auf einem 3,5 Jahres-Tief im Rating angekommen. Andererseits liegt mein Top-Rating bei guten 1980 - das entsprach auch nicht gerade meiner Spielstärke. Offensichtlich gibt es sehr lange, und sehr intensive Phasen von Glück und Pech in dem Spiel.

Ich selbst behelfe mich damit, dass ich die Median Error-Rate über die letzten 50 Matches einer Länge verfolge. Das finde ich aussagekräftiger als das aktuelle Rating. Und so lange die fällt, bin ich nicht unzufrieden. Aber auch da gibts mal Phasen, wo ich tage-, oder gar wochenlang immer wieder ganz grausame Partien abliefere. Bin halt kein Profi. ;)
The Law, in its majestic equality, forbids the rich, as well as the poor, to sleep under the bridges, to beg in the streets, and to steal bread. -- Anatole France

Wolfgang

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Re: Erste Erfahrungen...
« Antwort #29 am: 28. April 2011, 09:29:31 »
Wenn ich über einen längeren Zeitraum unglücklich verliere, sprich: Wenn meine Error Rate (für meine eigenen Ansprüche) eigentlich ganz passabel oder sogar (sehr) gut ist, die meiner Gegner jedoch grausam ausfällt, sie aber trotzdem gewinnen, dann juckt mich das inzwischen gar nicht mehr. Um Geld spiele ich im Netz sowieso nicht, von daher verliere ich halt nur Ratingpunkte, zu denen ich kein leidenschaftlich geprägtes, fetischistisches Verhältnis habe. Auf diese Weise habe ich eben gelernt, dass BG u.a. ein "grausames Würfelspiel" (Zitat: Medhorrin ?) sein kann. In solchen längeren Pechphasen versuche ich einfach weiterhin ein vernünftige Error Rate oder Performance Rate zu erzielen und diese Phase als praktische Übung in Frustrationstoleranz zu betrachten  :). Meistens wird ohnehin - meiner subjektiven Wahrnehmung nach - eine solche Phase durch eine Glücksträhne abrupt abgelöst; anschließend pendelt sich alles wieder auf Normalmaß ein.

Zitat
Ich selbst behelfe mich damit, dass ich die Median Error-Rate über die letzten 50 Matches einer Länge verfolge. Das finde ich aussagekräftiger als das aktuelle Rating. Und so lange die fällt, bin ich nicht unzufrieden. Aber auch da gibts mal Phasen, wo ich tage-, oder gar wochenlang immer wieder ganz grausame Partien abliefere.

Volle Zustimmung! Wenn ich selbst unterirdische Partien spiele, die ich dann ungerechtfertigterweise auch noch gewinne, so freue ich mich darüber nicht richtig, weil ich weiß, dass ich dauerhaft mit einer solchen Spielqualität nur Schiffbruch erleiden kann - und zwar zu Recht. Mein wesentlicher Indikator ist in der Tat die Performance Rate (Error Rate) und ihre Entwicklung in den vergangenen zwei, drei, vier Dutzend Matches.

Kopf hoch, Viking! Das wird schon wieder werden  :D

LG
Wolfgang  :-K

Maik

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Re: Erste Erfahrungen...
« Antwort #30 am: 28. April 2011, 11:23:33 »
DIESES SCHEISS FIBS!

SCHNAUZE VOLL!

"Backgammon ist ein Scheiss-spiel" :-"

Und ich habe Dich immer für einen gelassenen Menschen gehalten und mich meiner eigenen Frustrationsausbrüche in der Chouette geschämt...  :-N

HH-Dirk

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Re: Erste Erfahrungen...
« Antwort #31 am: 28. April 2011, 15:04:29 »
Offensichtlich gibt es sehr lange, und sehr intensive Phasen von Glück und Pech in dem Spiel.

Ich selbst behelfe mich damit, dass ich die Median Error-Rate über die letzten 50 Matches einer Länge verfolge. Das finde ich aussagekräftiger als das aktuelle Rating. Und so lange die fällt, bin ich nicht unzufrieden.

Stimme beidem zu. Theoretisch ist es möglich, dass sich ein Giant anmeldet, sein A-game auspackt...und spielt und spielt...und zu Lebzeiten kein einziges Match gewinnt. Frage, wie wahrscheinlich das ist

Profile helfen ungemein, kann ich auch nur empfehlen. Hab damit so vor nem halben Jahr angefangen. Wenn man den eigenen Schnitt nicht schwarz auf weiß hat, stochert man im Nebel und neigt gern zum Selbstbetrug - der Mensch ist einfach so

Man sieht, ob man under- oder overrated ist. Und wenn man wirklich viel, viel Pech hat, ist der Ärger groß, das kennt glaub ich jeder  ;D
« Letzte Änderung: 28. April 2011, 15:14:00 von HH-Dirk »
“I can’t see any way to lose from this posi….oh my God!” (QUOTE OF THE DAY auf BGonline.org)