Autor Thema: Analysen zum OLM #19  (Gelesen 947 mal)

HH-Dirk

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #50 am: 22. November 2017, 22:53:20 »
Super Service Wolfgang!

Ich find eine andere Sache auch noch durchaus bemerkenswert: Der eine Money Cube ist nur borderline. Dagegen ist der letzte Money Cube trotz niedrigerer Equities klar drin. Und der Unterschied beim letzten zwischen ND und D ist nicht marginal trotz viel niedrigerer aktivierter Netto-Gammons. Und Volatilität hmm ..vielleicht bin ich grade zu müde, aber spontan blick ich da nicht durch  :-"

--------

Eine Idee, die ich inzwischen habe: vielleicht ist die erste schon zu volatil, auch wenn das eine These ist, die eher gegen die Theorie geht und an die ich selbst nicht wirklich glauben kann. Aber neben den eigenen Gammons aktiviert man schon auch gleichzeitig eine hohe gegnerische Gammonquote.

Wobei das Argument "Gammon aktivieren bei Jacoby Regel" eh gerne komplett überbewertet wird. Irgendwas überseh ich hier.
« Letzte Änderung: 23. November 2017, 11:54:16 von HH-Dirk »
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Wolfgang

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #51 am: 23. November 2017, 18:55:24 »
Die equity für no Doppel ist nach beiden Zügen dicht beieinander, machst du noch ein money rollout für den richtigen?

Kann ich machen  ;)

Hier also der RO für Unlimited, wenn XG den richtigen Zug 11/6 gespielt hätte (was er allerdings nicht tat)

is Player 2

  score: 0
  pip: 133
Unlimited Game
pip: 114
  score: 0

  is Player 1
XGID=--AaACCbB-B-bC---aabbb-b--:0:0:1:00:0:0:0:0:10
on roll, cube action?

Analyzed in Rollout No double Double/Take
  Player Winning Chances: 69,28% (G:7,78% B:0,21%) 69,46% (G:7,97% B:0,20%)
  Opponent Winning Chances: 30,72% (G:3,41% B:0,09%) 30,54% (G:3,48% B:0,09%)
  Cubeless Equities +0,431 +0,870
Cubeful Equities
No double:+0,702±0,004 (+0,697..+0,706)
Double/Take:+0,692 (-0,009)±0,005 (+0,687..+0,697)
Double/Pass:+1,000 (+0,298)
 
Best Cube action: No double / Take
Percentage of wrong pass needed to make the double decision right: 3,0%
Rollout details
7776 Games rolled with Variance Reduction.
Dice Seed: 89560020
Moves: 3-ply, cube decisions: XG Roller
 
Double Decision confidence:99,7%
Take Decision confidence:100,0%
Duration: 1 hour 08 minutes

eXtreme Gammon Version: 2.19.211.pre-release


Maik

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #52 am: 23. November 2017, 21:52:05 »
Wobei das Argument "Gammon aktivieren bei Jacoby Regel" eh gerne komplett überbewertet wird. Irgendwas überseh ich hier.

In diesem konkreten Fall (Du redest von diesem hier, oder?) spielt die Jacoby-Regel laut XGR++ exakt überhaupt keine Rolle... mit XG's 3er-Anker drohen nicht allzu viele Too-Good-Situationen.

Ansonsten teile ich aber Deine Verwunderung. Das erste Doppel sieht irgendwie volatiler aus als das letzte. Was sagt XG (dice distribution, 4-ply)?

Erstes Doppel: 27.6% Market Losers, 0%(!) Jokers, 10.5% Anti-Jokers, Volatility 0.071
Letztes Doppel: 10.4% Market Losers, 10.6% Jokers, 4.5% Anti-Jokers, Volatility 0.045

Hmm. Im zweiten Fall mehr Joker als Market Loser?! Ich weiß nicht, was XG hier für Definitionen benutzt. Ansonsten legen diese Zahlen zumindest schon mal nahe: Im zweiten Fall gibt's zwar weniger Market Loser, aber dafür fettere.

Außerdem ist Volatilität als Kriterium grundsätzlich unter folgendem Vorbehalt zu betrachten (aus Douglas Zare, "Volatility", GammonVillage 2002, Hervorhebung von mir): "Volatility is useful for deciding when to double. However, rather than a single number, what is important is the shape of the distribution of future equities, hence the prospects of future efficient doubles. Sometimes this calls for doubles in positions of low volatility on the next roll, when the potential for efficient doubles in the future is low. It's good to have not just a game plan, but a cube plan. Map out your possible efficient doubles and deprive your opponent of efficient doubles."
Doppeln gegen einen hohen Haltepunkt ist das Paradebeispiel für das, was er meint.

HH-Dirk

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #53 am: 23. November 2017, 22:45:15 »

In diesem konkreten Fall (Du redest von diesem hier, oder?) 

Ja.

Dann würde ich jetzt mal davon ausgehen, dass die Erkärung tatsächlich in dieser Position zu finden ist und in der Tatsache, dass die 5  Pasch-Kracher meilenweit drüber sind. Obwohl die andere Situation mit den 6 Blots auf dem Feld bei starken Board-Ansätzen natürlich auch ihre Tücken hat.
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HH-Dirk

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #54 am: 23. November 2017, 23:58:45 »
So weit ich weiß: Joker sind stumpf alles ab +0.3 zum Durchschnittswurf und Market Loser ist ja klar. Und dann hoff ich mal, dass XG bei 9/36 Würfen auch 25% ausspucken würde.
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Maik

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #55 am: 24. November 2017, 07:28:05 »
Dachte ich gestern nach Verfassen meiner Antwort auch. Aber da ich Dir prinzipiell gern widerspreche, habe ich gerade eben noch mal intensiv auf meine zitierten Zahlen geguckt und stelle fest, dass sie nicht schmerzlos in 36teln auszudrücken sind (z.B. 4.5% ist ungefähr 1.6/36). Ich vermute, dass XG hier eine mysteriöse Jokerdefinition für Zweiwurfsequenzen auspackt, was ich in gewisser Weise auch erwarte, wenn die Zahl direkt neben der der Market Loser steht. Mit etwas mehr Transparenz wärs halt noch besser.

HH-Dirk

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #56 am: 24. November 2017, 08:42:44 »
Ja stimmt, es muss natürlich um die ganze Sequenz gehen. Wenn XG für einen Wurf das Prädikat Joker ab 0.3 verteilt was mein Kenntnisstand ist, kann man wirklich nur spekulieren, was für die Sequenz angesetzt wird - die Hälfte der Summe aus zwei Würfen?
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negheonegu

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #57 am: 24. November 2017, 10:41:48 »
Man kann unter dice distriution auf flat gehen, after double take dake anklicken und alles was grösser 1000 ist markieren. Für unsere Position zeigt xg dann; -achtung das ist alles low-level 1 ply Analyse und sicher nicht ganz richtig es geht darum ob die Methode funktionert-
136 von 1296 10,5%; average equity 1.394. Größter market looser 55 gefolgt von 11, kleinster 22 gefolgt von 65. Klingt plausibel. Unser gesamt Gewinn wäre also im market looser Fall 0.394 * 136/1296
Wenn man jetzt noch herausbekäme wo die erste sequenz ist bei der wir nicht mehr doppeln, können wir das für den unteren Teil auch machen. und den Verlust gegenüber no double ausrechnen. Meines erachtens müßte es dann einfach Doppel sein wenn der Gewinn größer als der Verlust ist.

- Sequenzen die nächsten Wurf noch doppel/take sind interessieren uns hier nicht-


« Letzte Änderung: 24. November 2017, 11:14:18 von negheonegu »
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Maik

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #58 am: 24. November 2017, 14:43:14 »
So ginge das wohl, allerdings

Wenn man jetzt noch herausbekäme wo die erste sequenz ist bei der wir nicht mehr doppeln, können wir das für den unteren Teil auch machen. und den Verlust gegenüber no double ausrechnen.

der erste Satz wird noch dadurch verkompliziert, dass Double vs. No Double nicht nur eine Funktion der Equity ist. Beim zweiten Satz wüsste ich spontan auch nicht, ob das in XG so einfach ist. Zum Glück müssen wir das nicht praktisch durchführen, weil es letztendlich (hoffentlich!) mit dem Ergebnis übereinstimmt, das uns XG von Anfang an gegeben hat.

negheonegu

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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #59 am: 24. November 2017, 17:30:01 »
Ist alles eher  theoretisch, kann man am board wohl nicht sehr viel mit anfangen. Vielleicht um an einem Beispiel zu erklären was es mit 'market-loosern# -Gegner hat kein take mehr- und 'lemmons' -wir haben kein Doppel mehr- so auf sich hat. Bei einfachen Rennen
im money funktioniert das vielleicht noch, da man gut nach pip differenz nächsten Wurf gruppieren kann aber ansonsten eher nicht.
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Re: Analysen zum OLM #19
« Antwort #60 am: Gestern um 17:43:24 »
Arbeitet jemand an einem Rollout für die letzten Züge oder plant oder plant es?
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