Autor Thema: regelfrage  (Gelesen 609 mal)

negheonegu

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2.808
    • Kunstmüllerei
regelfrage
« am: 10. Oktober 2016, 16:28:37 »
Ist eigentlich physikalisch korrektes ziehen Pflicht?

Beispiel darf ich bei 61 im ersten 8/7(2) 13/8 ziehen?
If everything seems to be going well, you have probably overlooked something

http://www.kunstmuellerei.com/

Medhorrin

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 974
  • Immer gerne live
Re: regelfrage
« Antwort #1 am: 10. Oktober 2016, 16:53:39 »
Die zentrale Frage wäre hier für mich nicht ob solche Spielchen regelkonform sind oder nicht, sondern ob Du deshalb ein großes Fass aufmachen willst und am Ende einen Offiziellen als Beobachter im Turnier daneben sitzen lassen möchtest. Und natürlich auch wie sehr die Konzentration durch das Aufhalten mit solchen Randerscheinungen gestört wird. Abgesehen davon ist meines Wissens nach in den Regelwerken nirgendwo vermerkt, wie genau die Steine gezogen werden müssen, sondern nur das am Ende korrekt gezogen werden muss
"Mental strengh is stronger as talent". Roman Korber.

sita

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.233
Re: regelfrage
« Antwort #2 am: 10. Oktober 2016, 18:14:58 »
Ich habe das auch schon häufiger beim Pasch 6 gesehen: 24/7 13/18. Ich würde es nicht selbst machen und meinen Gegner beim zweiten Mal bitten, das sein zu lassen.

Schwieriger finde ich die 6 vom 13er weg, welche gerne einen Stein von der 8 "durchschiebt": Man zieht den Stein von der 13 weg neben den untersten auf der 8 und zieht dann weiter, so dass der auf der 8 nun auf der 7 landet und der von der 13 schlussendlich ganz unten auf der 8. Das kann schonmal praktisch sein, vor allem, wenn man vier Steine auf der 8 hat. Ich mache es trotzdem nicht, tolleriere es aber.
The Law, in its majestic equality, forbids the rich, as well as the poor, to sleep under the bridges, to beg in the streets, and to steal bread. -- Anatole France

Martin

  • DBGV
  • Hero Member
  • *
  • Beiträge: 5.307
Re: regelfrage
« Antwort #3 am: 10. Oktober 2016, 21:02:56 »
Viele Regeln beinhalten die Vorschrift, dass die Steine "in an unambiguous way" gezogen werden müssen. Das ist natürlich verschieden interpretierbar und wird m. E. unterschiedlich ausgelegt, je nachdem wer spielt (ob zwei Profis in der Champions Kategorie oder zwei Beginner spielen). Normalerweise würde ich sagen, ist Arturs Beispiel und noch mehr Matthias erstes Beispiel eine Verletzung der genannten Regel. Der Gegner könnte das monieren und könnte argumentieren, dass er so eine erhöhte Aufmerksamkeit benötigt um zu überwachen dass der Spieler legal zieht. Matthias zweites Beispiel halte ich für legal im Sinne der genannten Regel, ich kann mir aber vorstellen, dass ein penibler Turnierleiter im Einzelfall anders entscheidet.

Leider ist die genannte Regel nicht in die EUBGF Rules und damit in die deutschen Regeln aufgenommen worden. Ich hätte sie gerne drin gesehen, weil ich so wenig Energie wie möglich darauf verwenden möchte, zu überwachen ob mein Gegner legal zieht.

Maik

  • Administrator
  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.044
Re: regelfrage
« Antwort #4 am: 11. Oktober 2016, 08:39:25 »
Leider ist die genannte Regel nicht in die EUBGF Rules und damit in die deutschen Regeln aufgenommen worden.

In den EUBGF-Regeln heißt es:"Players must move clearly." Das ist zwar noch unklarer ausgedrückt als "in an unambiguous way", aber ich denke, es soll das Gleiche damit gemeint sein, oder?

Medhorrin

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 974
  • Immer gerne live
Re: regelfrage
« Antwort #5 am: 11. Oktober 2016, 08:57:30 »
Ja, aber die Formulierungen sind leider selbst unklar und lassen zu viel Raum für Interpretation.
"Mental strengh is stronger as talent". Roman Korber.

Martin

  • DBGV
  • Hero Member
  • *
  • Beiträge: 5.307
Re: regelfrage
« Antwort #6 am: 11. Oktober 2016, 10:36:26 »
Danke Maik, das hatte ich übersehen. Damit kann ich leben. Auch mit dem geringen Konkretisierungsgrad; ich denke, es soll Raum für den Einzelfall gelassen werden (zum Beispiel Champions oder Beginners oder ein Spieler, der häufig illegale Züge macht).