Autor Thema: Warum bester Zug trotz weniger gewonnenen Spielen und Gammons?  (Gelesen 876 mal)

wurfzabel

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Verstehe ich das Rolloutergebnis von XG richtig?

Mit dem besten Zug (13/11 12/6) gewinnt man 73,2 % der Spiele, davon 6,4% Gammons.
Mit dem zweitbesten Zug (13/9 11/9(2)) sind es 78,5 % und davon 9,7% Gammons.

Warum ist der Zug (13/9 11/9(2)) nur zweitbester Zug mit einer Equitiydifferenz von -0,049, obwohl sowohl der Anteil normal gewonnener Spiele, als auch die der Gammons höher ist?

negheonegu

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Re: Warum bester Zug trotz weniger gewonnenen Spielen und Gammons?
« Antwort #1 am: 07. September 2016, 12:57:37 »
Du verstehst das Rollout richtig. Aber hier kommt im nächsten Zug der Cube. Mit dem Cube auf der Gegner Seite sollte der andere Zug richtig sein vermute ich mal.
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wurfzabel

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Re: Warum bester Zug trotz weniger gewonnenen Spielen und Gammons?
« Antwort #2 am: 07. September 2016, 13:18:42 »
Wäre dieser Effekt nicht mit der cubeless Equity berücksichtigt, die beim besten Zug 13/11 12/6 mit +0,510 und beim zweitbesten Zug 13/9 11/9 (2) mit +0,652 ausgewiesen wird?

Maik

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Re: Warum bester Zug trotz weniger gewonnenen Spielen und Gammons?
« Antwort #3 am: 08. September 2016, 07:34:10 »
Wäre dieser Effekt nicht mit der cubeless Equity berücksichtigt, die beim besten Zug 13/11 12/6 mit +0,510 und beim zweitbesten Zug 13/9 11/9 (2) mit +0,652 ausgewiesen wird?

Ich weiß nicht, ob ich die Frage richtig verstehe. Die angegebene Cubeless Equity  passt zu Deinen Beobachtungen (zweitbester Zug liefert mehr Siege und Gammons). Effekte, die mit dem Cube zusammenhängen, sind, wie schon der Name vermuten lässt, nicht berücksichtigt

sita

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Re: Warum bester Zug trotz weniger gewonnenen Spielen und Gammons?
« Antwort #4 am: 08. September 2016, 21:26:48 »
Um es ausführlicher zu beantworten: Die Wahrscheinlichkeiten geben an, wie das Spiel ausgeht, wenn es weiter gespielt wird. Hier wird es aber in vielen Fällen nicht weiter gespielt. Wann genau?  Nun, im besten Zug fast nie. Lediglich Pasch 2-5 dürfte dazu führen, dass Weiß mit einem weiteren Anker im Außenfeld einen Cube nehmen kann. Im zweitbesten Zug sieht das anders aus. Neben Pasch 2 und 3 gibt es jetzt auch noch die Treffer 61, 52 und 43. Also insgesamt 8 Würfe, anstatt 4. Bei den Treffern wird es wohl nicht mal mehr ein Doppel sein?

Kurzum: Weil Du im besten Zug 4 Würfe mehr hast, mit denen Du danach ein starkes Doppel/Pass hast, gleicht dass die Nachteile in der Equity mehr als aus. Die Equity selbst kommt ja auch meist gar nicht zum Zug, da schlichtweg der Doppler das Geschehen bestimmt.
The Law, in its majestic equality, forbids the rich, as well as the poor, to sleep under the bridges, to beg in the streets, and to steal bread. -- Anatole France

Maik

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Re: Warum bester Zug trotz weniger gewonnenen Spielen und Gammons?
« Antwort #5 am: 09. September 2016, 08:36:43 »
Hier wird es aber in vielen Fällen nicht weiter gespielt. Wann genau?  Nun, im besten Zug fast nie.

XG sagt: Nach dem besten Zug fast immer. Es ist sogar so, dass nach dem zweitbesten Zug viel öfter gecasht werden kann.

wurfzabel

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Re: Warum bester Zug trotz weniger gewonnenen Spielen und Gammons?
« Antwort #6 am: 09. September 2016, 17:45:05 »
Sehe ich auch so. Bei 13/11 12/6 hat Weiss fast immer ein knappes Take.
Bei 13/9 11/9(2) ist es ein Pass, solange Weiss nicht trifft.

negheonegu

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Re: Warum bester Zug trotz weniger gewonnenen Spielen und Gammons?
« Antwort #7 am: 09. September 2016, 18:28:39 »
Wenn der Gegner knappe takes bei allen Würfen hat, ist das besser als eine Mischung aus klaren pass und no doubles von deiner Seite.
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sita

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Re: Warum bester Zug trotz weniger gewonnenen Spielen und Gammons?
« Antwort #8 am: 09. September 2016, 23:05:44 »
Ok, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Hätte ich bei der auch selbst drauf kommen können. Asche auf mein Haupt.

Dann wird die Argumentation schwieriger, aber grundsätzlich ist natürlich immer noch der Cube "schuld": Beim richtigen Zug hat man sehr viele sehr effiziente Doppler. Beim falschen sinds deutlich weniger, und diese sind auch weniger effizient.
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