Autor Thema: Glücksspiel?  (Gelesen 7808 mal)

negheonegu

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Re: Glücksspiel?
« Antwort #25 am: 13. Mai 2014, 13:58:09 »
Gibt es einen Unterschied zwischen backgammon und Mensch ärger dich nicht? Zufalls und skill Elemente sollten beide ja haben.
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negheonegu

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Re: Glücksspiel?
« Antwort #26 am: 13. Mai 2014, 14:14:39 »
Geben wir einem Spieler den besten Wurf und er muss ihn am schlechtesten spielen dem anderen den schlechtesten, geht das Match 31 8/7 8/5; 21 24/23 13/11 ; 44 62(4) und danach tanzt der Gegner nur noch.

Das setzt allerdings voraus, das der mit den guten Zügen nicht weiß, wie der mit den guten Würfen spielt. Kann man es mit der info gewinnen?
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PeHa

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Re: Glücksspiel?
« Antwort #27 am: 15. Mai 2014, 08:39:05 »
Ich habe auch noch was Schönes zu diesem Thema gefunden:
Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewußtsein des ‚Andersseins‘ als das ‚gewöhnliche Leben’.
Huizinga/Nachod/Flitner, Homo ludens 37.
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PeHa

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Re: Glücksspiel?
« Antwort #28 am: 15. Mai 2014, 08:51:56 »
Und noch einen aus einer Diplomarbeit, die ich mal gefunden habe:
Zufällig sind für eine Person all jene Ereignisse, deren ursächliche Kausalkette sie vor Eintritt des Ereignisses nicht in der Lage ist zu erkennen und zu verstehen oder zu berechnen bzw. zu beeinflussen. Daher sei es grundsätzlich unzulässig von einem objektiven Zufall zu sprechen, da ein solcher tatsächlich nicht existiert, sondern immer nur spezifisch für den unwissenden Beobachter vorliegt.

Im Rahmen der Beurteilung von Spielen bildet die Geschicklichkeit des Spielers das begriffliche Gegenstück zum sogenannten Zufall. Entgegen der geläufigen sprachlichen Verwendung der Bezeichnung Geschicklichkeit in Kombination mit körperlichen Fähigkeiten muss dieser Begriff bei der Qualifizierung von Spielen umfassender verstanden werden. Geschicklichkeit ist in diesem Zusammenhang ein Oberbegriff für die Summe all jener menschlichen Fertigkeiten (Intelligenz, Konzentration, Kraft, Ausdauer, psychologische Kenntnisse, mathematisches Können, Routine, strategisches Denken usw), die es dem Spieler ermöglichen zum einen die Abläufe und Spielbedingungen in ihrer Tiefe zu erkennen, bewusst zu erfassen und zum anderen darauf aufbauend abgestimmte und zielgerichtete Handlungen zu setzen, die sich als positive Bedingungen zu seinen Gunsten (=Überwiegen von Gewinn über Verlust) auswirken. Wesentlich ist hier, dass nur solche Tätigkeiten und Willenshandlungen des Spielers als Beispiel relevanter Geschicklichkeit eingestuft werden dürfen, die er tatsächlich in der Absicht setzt, den Spielablauf in eine bestimmte Richtung zu lenken und sich über deren kausale Zuordnung zum Spielergebnis bewusst ist. Denn auch das Mischen eines Kartendecks oder das Würfeln bzw Ziehen von Spielfiguren oder Losen sind Aktivitäten des Spielers, die jedoch nicht zielgerichtet eingesetzt werden können und daher aus der Sicht des Spielers hinsichtlich des Spielresultats zufallsbedingt sind.
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FrankBerger

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Re: Glücksspiel?
« Antwort #29 am: 30. Juli 2014, 23:11:04 »
Daher sei es grundsätzlich unzulässig von einem objektiven Zufall zu sprechen, da ein solcher tatsächlich nicht existiert, sondern immer nur spezifisch für den unwissenden Beobachter vorliegt.

<KorinthenKackerMode>
Das geht ja von einem deterministischen Universum aus (es gibt keinen Zufall, ich kann nur die Gesetzmäßigkeit die zu dem Ereignis geführt hat nicht erkennen). Das sollte aber seit der Quantentheorie durch sein......
</KorinthenKackerMode>

Benjamin 85

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Re: Glücksspiel?
« Antwort #30 am: 15. August 2014, 14:16:23 »
Daher sei es grundsätzlich unzulässig von einem objektiven Zufall zu sprechen, da ein solcher tatsächlich nicht existiert, sondern immer nur spezifisch für den unwissenden Beobachter vorliegt.

<KorinthenKackerMode>
Das geht ja von einem deterministischen Universum aus (es gibt keinen Zufall, ich kann nur die Gesetzmäßigkeit die zu dem Ereignis geführt hat nicht erkennen). Das sollte aber seit der Quantentheorie durch sein......
</KorinthenKackerMode>

Bin ich deiner Meinung. Allerdings werden sich die "Esoteriker" darauf hinauswinden, dass sie sich auf eine andere Sichtweise als die Quantentheorie stützen. Dieses Thema hätte das Potential für eine längere und bestimmt spannende Diskussion  :-K :)
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