Autor Thema: Old English Backgammon  (Gelesen 4336 mal)

Greebo

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Old English Backgammon
« am: 15. Oktober 2012, 18:02:23 »
Hallo Leute,

ich habe eine Frage zur Variante "Old English Backgammon". Hier in Bonn habe ich zwei Bekannte, die im Prinzip diese Variante (Link zu bkgm.com) spielen, wenngleich sie den Doppler mit dazu nehmen. Die Regeln sind einfach erklärt:

  • "normale" Backgammonregeln
  • es dürfen nie mehr als 5 Checker auf einem Point liegen
  • man darf den Wurf so spielen, dass man die höhere Zahl nicht ziehen kann

Ich frage mich nun folgendes: Wie erklärt man so einfach wie möglich, dass diese Variante (falls das so ist!) einen höheren Glücksfaktor hat. Dazu gibt es (via bkgm.com) auch eine Diskussion. Grob zusammengefasst würde die eine Seite sagen, dass das Stapeln eine Erleichterung im Spiel ist, und dass man seine Taktik anpassen muss, so dass das Rennspiel komplizierter wird. Die andere Seite weißt darauf hin, dass das Stapeln sich im Spielverlauf selbst bestraft, und im Endspiel durch das Verbot künstlich Probleme geschaffen werden. Ich persönlich finde es gar nicht so schlecht, diese Variante ab und zu zu spielen. Der Glücksfaktor ist bei meiner Fehlerrate sowieso recht hoch... ;)

Viele Grüße,
Antonio
Aufgeben ist das Letzte, was man sich erlauben darf.

Martin

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Re: Old English Backgammon
« Antwort #1 am: 15. Oktober 2012, 18:51:24 »
  • man darf den Wurf so spielen, dass man die höhere Zahl nicht ziehen kann

Laut dem Link darf man ganz allgemein Teile des Wurfes so spielen, dass andere Teile des Wurfes nicht mehr ziehbar sind. Also auch die größere Zahl so ziehen, dass die kleinere nicht mehr gezogen werden kann.

Zu Deiner Frage: Meines Erachtens wirkt die Regel mit den maximal 5 Steinen glückserhöhend und die (vermutlich seltene) Möglichkeit, nur einen Teil des wurfes zu ziehen, glücksreduzierend. Ich denke nämlich, dass zusätzliche Möglichkeiten tendenziell den Skillfaktor erhöhen.

Greebo

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Re: Old English Backgammon
« Antwort #2 am: 15. Oktober 2012, 21:04:15 »
Danke für die Einschätzung. Ich finde ja, dass die Möglichkeit, Würfelergebnisse unbrauchbar zu machen, das Spiel "einfacher" macht. Zumindest in dem Sinne, dass man offensichtliche Nachteile vermeiden kann. Du hast sicher recht, dass man so strategisch mehr Möglichkeiten bekommt.

Mein Grundproblem ist allerdings, dass ich nicht an dem Argument vorbeikomme, das Steinestapeln wäre eine zusätzliche Freiheit, wenn es unbegrenzt erlaubt ist. Die Schwierigkeiten, die man ohne die Erlaubnis zum Stapeln bekommt, ergeben sich m.M. ohne zutun des Gegners- alles was der tun muss, ist einen Anker behalten. Ist das dann "Glück" für den Gegner? Wie gesagt.... ich weiß nicht, wie ich überzeugend argumentieren kann in der Sache. :) Ist auch eher ein Randproblem. :)

Viele Grüße,
Antonio
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