Autor Thema: Närrisches Gammon  (Gelesen 1251 mal)

rawo

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Närrisches Gammon
« am: 26. Februar 2012, 13:03:34 »
unsere aachener gammonrunde stand in der letzten woche noch unter dem einfluss der 5. jahreszeit. daher hatte ich einige backgammonvarianten ausgesucht, die wir dem praxistest unterzogen haben. letztlich haben wir folgende varianten gespielt:
1) hypergammon: ist hier im forum bereits beschrieben, daher brauche ich nichts zu den regeln zu sagen. die spiele dauerten teilweise länger als wir vermutet hatten. ist aber unterhaltsam und es kam sogar vor, dass ich einmal auf der bar tanzte, was bei 3 gegen 3 steine schwer zu konstruieren ist. war aber letztlich nicht die interessanteste unter den ausgesuchten varianten.
2) anti-gammon: hab ich selbst nicht gespielt, aber in einigen spielen zugeschaut. ist in allen spielphasen sehr herausfordernd, da man komplett umdenken muss. einige spiele zogen sich sehr lange hin, es gab aber auch recht kurze matches.
meine favoriten:
3) snake-gammon: spieler A baut sich regulär auf, spieler B hat 9 steine auf der bar und die übrigen 6 steine machen die punkte 24-22 im gegnerischen homeboard. es ist also ein extremes backgame. insofern hat die ungewöhnliche ausgangsposition durchaus auch einen lerneffekt fürs normale spiel. der abschließende score an dem abend war tatsächlich recht ausgeglichen. sowohl für den spieler mit standard-aufstellung als auch für den extrem-backgamer wurden unterschiedliche strategien ausprobiert. war insgesamt sehr unterhalsam und beliebt.
4) choice vs two-rolls: alle waren skeptisch aber genauso überrascht über das durchaus interessante spiel: spieler A darf sich seinen zug ausdenken (!), allerdings keine paschs wünschen. spieler B hingegen benutzt die würfel und darf dafür seine würfe doppelt ziehen, auch die paschs (so haben wir es zumindest gespielt auch wenn es aus der regelbeschreibung meiner erinnerung nach nicht eindeutig hervorgeht), als pasch 6 sind dann 8 sechsen. alle spiele hatten richtig spass gemacht und waren echt herausfordernd. auch wenn man oft dachte, dass spiel sei nun gelaufen (z.b. wenn der "denker" den doppelt-ziehenden ausgeschlossen hatte), aber das spiel war immer offen bis zum schluss. auch hier blieb der score meist ausgeglichen. ich habe es bei der variante tatsächlich geschafft, mich einmal zu "verdenken" und mir nen falschen zug gewünscht  ;D

insgesamt war ich nach dem abend mehr ausgelaugt, als bei normalem spiel. denn mann musste sich für jede variante auf neue strategie + taktik einlassen. einige varianten blieben noch im koffer, aber im nächsten jahr wird es ja auch eine 5. jahreszeit geben. eventuell wäre das auch mal etwas fürs forums-treffen.  :-UU

alle varianten und noch viel mehr habe ich von dieser seite http://www.bkgm.com/variants/AceyDeucey
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos..." (in Memoriam Vicco von Bülow)