Autor Thema: OLM-Prinzipien & F.A.Q.  (Gelesen 5440 mal)

Hardy

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OLM-Prinzipien & F.A.Q.
« am: 23. Februar 2010, 22:56:53 »
Ich versuche hier einmal die grundlegenden Ideen des Online Match (OLM) zusammenzufassen.

  • Beim OML spielt ein Mitglied des Forums gegen den Rest der Forums-Mitglieder
  • Vorrangige Ziele des OLM sind der Spaß am Spiel und das Verbessern seiner Spielstärke. Durch die Argumentation über das Für und Wider bestimmter Züge oder Dopplerentscheidungen, kann jeder Lernen.
  • Da der Spaß und das Lernen im Vordergrund stehen, soll das OLM keine "stocksteife" Veranstaltung sein. Die folgenden Grundsätze sollen den reibungslosen Spielverlauf unterstützen:
  • Jedes Forums-Mitglied hat eine Stimme. Wenn man sich einmal für einen Zug oder eine Doppler-Aktion entschieden hat, so steht diese. (Ausnahme: illegale Züge)
  • Jeder wird gebeten, seine Entscheidung fett anzugeben. Z.B. "Ich ziehe 24/23 13/11, weil ..." (Das erleichtert das Auszählen der Stimmen.)
  • Ultimatives Ziel ist, anhand des Spiels und der sich daraus ergebenen Diskussionen, seine eigene Spielstärke zu steigern. Niemand kann sich beim OLM blamieren. Das OLM ist für Anfänger genauso gedacht wie für Fortgeschrittene oder Spitzenspieler. Jeder gewinnt letztendlich durch die Teilnahme und die Diskussion der Stellung.
  • Gewinnen kann man nur an Erfahrung, und das auch nur, wenn man sich selbst über die anstehende Entscheidung Gedanken macht.
  • Bei Entscheidungen zu interessanten Stellungen sollte man möglichst erklären, warum man sich so entschieden hat. Das befördert die Diskussion der Stellung und somit den Lernefekt für alle.
  • Der Alleinspieler kann zur Beschleunigung des Spiels erzwungene Züge, offensichtliche Züge oder Doppler-Entscheidungen für das Forum durchführen.
  • Rollouts sollten erst gepostet werden, wenn die Entscheidung gefallen ist. Rollouts zu Dopplerentscheidungen müssen ggf. ein paar Züge verzögert gepostet werden, da die Erkenntnisse daraus sich ggf. auch folgende Entscheidungen auswirken kann. (Auch Rollouts zu Zugentscheidungen können Rückschlüsse auf eine kurz bevorstehende Doppel-Entscheidung geben. Immer wenn ein mögliches Doppel im Raum schwebt, sollte man mit dem Posten von Rollouts eher zurückhaltend sein.
  • Damit sich nicht mehrere Spieler die Mühe eines Rollouts machen, sollte der-/diejenige, die einen Rollout startet, dies ankündigen. (z.B. "Hab für den Zug schon mal ein Rollout mit XG gestartet.")
  • Finally: Viel Spaß!!!


Gruß,

Hardy   
« Letzte Änderung: 29. Dezember 2010, 11:57:20 von Hardy »
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Martin

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #1 am: 23. Februar 2010, 23:07:12 »
Finde ich gut.

Ergänzungsvorschlag: Der Alleinspieler kann zur Beschleunigung des Spiels nicht nur erzwungene Züge, sondern auch offensichtliche Züge oder Doppler-Entscheidungen für das Forum durchführen.

Wenn man sich einmal für einen Zug oder eine Doppler-Aktion entschieden hat, so steht diese.

Ausnahme: Illegale Züge

Woolgammon

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #2 am: 23. Februar 2010, 23:10:06 »
Kurz, knackig und gut auf den Punkt gebracht, Hardy!
Mit dem Ergänzungsvorschlag von Martin müsste es "wasserdicht" sein.

Gruß,
Wolle.

HH-Dirk

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #3 am: 23. Februar 2010, 23:15:44 »
Vielleicht könnte man beim dritten Punkt ergänzen

Das erleichtert die Auszählung der Stimmen.
Das daraufhin verkündete Ergebnis sollte jedoch nie als endgültig, sondern als vorläufige Annäherung gesehen werden und dient lediglich als Basis für die nun entstehende Diskussion ;D
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Vikingblood80

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #4 am: 23. Februar 2010, 23:17:06 »
Ich versuche hier einmal die grundlegenden Ideen des OLM (Online Match) zusammenzufassen.

  • Rollouts sollten erst gepostet werden, wenn die Entscheidung gefallen ist. Rollouts zu Dopplerentscheidungen müssen ggf. ein paar Züge verzögert gepostet werden, da die Erkenntnisse daraus sich ggf. auch folgende Entscheidungen auswirken kann.

Gruß,

Hardy   


Jepp das war mal an der Zeit..die F.A.Q. des OLM aufzuschreiben...

Spieler die ein Rollout oder Analyse eines Zuges durchführen, dürfen danach nicht mehr abstimmen, wenn die Abstimmung noch läuft.

Wie steht es mit Literatur-recherce? Würde ich als erlaubt und erwünscht ansehen...


Walfinho

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #5 am: 23. Februar 2010, 23:27:38 »
Rollouts zu Dopplerentscheidungen müssen ggf. ein paar Züge verzögert gepostet werden, da die Erkenntnisse daraus sich ggf. auch folgende Entscheidungen auswirken kann.

Das gilt meiner Meinung nach auch für Checkerplays

HH-Dirk

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #6 am: 23. Februar 2010, 23:46:42 »
Die Situation von eben, wo  nach Abgabe der Stimmen nach ausreichender Zeitgabe Gleichstand das Ergebnis ist.

Man könnte warten, bis irgendwann jemand Weiteres die Entscheidung herbeiführt - oder in diesem eher seltenen Fall dem Alleinspieler das Recht zugestehen, sich das passende herauszupicken.
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negheonegu

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #7 am: 24. Februar 2010, 07:36:55 »
Wenn wir es ganz streng sehen gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, entweder man betrachtet es als Leser(stimmen ab) gegen Hardy oder  als chouette gegen hardy. Wenn es eine Chouette ist kann ich diskutieren und meine Meinung ändern. Wenn es das nicht ist ist es fraglich ob ich überhaupt Kommentare abgeben darf bevor der Zug feststeht. ( eventuell auch noch nicht solange das Spiel/Match läuft)

Da es ums Lernen geht sollten wir es pragmatisch handeln. Jeder sollte seinen Zug möglichst ohne die Kommentare der andern vorher zu lesen machen   und dann dabei bleiben.    Dies erhöht sowohl die Chancen für Hardy als auch den Lerneffekt für den einzelnen. (z.B aha Effekt wenn Züge vorgeschlagen werden die ich nicht in Erwägung gezogen habe.) Kommentare sollten aber trotzdem sofort abgegeben und nach dem Voten gelesen werden können. (damit der aha Effekt gleich eintritt nachdem ich meinen Zug abgegeben habe. ) Ändern der Meinung ist ja immer noch möglich aber eben ohne Änderung des Votums.


Sorry das mein Umvotieren für Verwirrung gesorgt hat.
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Hardy

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #8 am: 24. Februar 2010, 21:24:05 »
Ich werde am Wochenende versuchen, die diversen guten Vorschläge in meinen Beitrag sinnvoll einzupflegen. Besten Dank für die Inputs  :TU


Guts Nächtle,

Hardy 
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markx

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #9 am: 25. Februar 2010, 09:05:41 »
Bei Stimmengleichstand würde ich warten, bis die nächste(n) Stimme(n) kommt und das Patt auflöst. In dem Fall kann ja auch eine Stimme von jemand kommen, der sich bislang noch nicht recht entscheiden konnte (bei Gleichstand ist der Zug ja anscheinend zumindest diskutabel) und sich nun einer der Argumentationen anschliesst.
Ich finde es zwar ein bißchen schade, wenn die heißen Zug-Diskussionen nun in den Hintergrund treten (in dem Gefühl, andere noch überzeugen zu können, diskutiert es sich mMn besser  :D), aber es ist so natürlich dem Alleinspieler gegenüber fairer.

HH-Dirk

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #10 am: 25. Februar 2010, 11:36:42 »
Ich finde es zwar ein bißchen schade, wenn die heißen Zug-Diskussionen nun in den Hintergrund treten
Ich fürchte auch, dass der Spaßfaktor -vielleicht auch der Lernfaktor- zugunsten der Fairniss zurückgehen könnte. Wenn man sich erstmal entschieden hat, setzt man sich danach vielleicht nicht mehr so intensiv mit anderen Meinungen auseinander. Und die Motivation, seinen Zug umfassend zu begründen, könnte auch zurückgehen.

Das Voting nicht mehr ändern zu dürfen, würde ich ausreichend finden. Je überragener die Performance des Forums (unabhängig, wie sie zustande kommt), desto süßer schmeckt der Sieg für den Einzelkämpfer  :D

Aber Hardy wird das "Regelwerk" ja nicht für alle Zeiten in Stein meißeln, ausprobieren, schauen, oder?

Ob man vor dem eigenen abstimmen das Vorherige lesen "darf", sollte aber geregelt sein m.E.

Eine ganz neue Variante, die mir grade eingefallen ist, gäbs ja auch. Evtl. könnte das Diskussionskultur und Fairniss ganz gut verbinden. Ich schreibs mal im Sinne eines Brainstormings, ohne dass ich das vorher schon groß für mich selbst gefiltert hab, aber schlimmer als kompletter Unsinn kanns ja nicht sein:

In thread a zieht der Alleinspieler seinen Zug und zeigt unsere Würfel/fragt nach demCube. Dann kann jeder in thread b Vor-und Nachteile der Zugkandidaten vorstellen, ohne seine Entscheidung kund zu tun. Jeder kann posten und jeder kann sich Anregungen rausziehen und diese dann für sich gewichten. In thread a kann man dann im Poll-System abstimmen und das Geheimnis des Ergebnisses wird erst zu gegebener Zeit vom Alleinspieler gelüftet. Dann ggf. dort rollout, Zug des Alleinspielers und weiter gehts...
« Letzte Änderung: 25. Februar 2010, 12:28:41 von HH-Dirk »
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Martin

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #11 am: 25. Februar 2010, 17:26:06 »
Ob man vor dem eigenen abstimmen das Vorherige lesen "darf", sollte aber geregelt sein m.E.

Ich glaube nicht, dass man das regeln kann (jedenfalls kann man es nicht verbieten).

In thread a zieht der Alleinspieler seinen Zug und zeigt unsere Würfel/fragt nach demCube. Dann kann jeder in thread b Vor-und Nachteile der Zugkandidaten vorstellen, ohne seine Entscheidung kund zu tun. Jeder kann posten und jeder kann sich Anregungen rausziehen und diese dann für sich gewichten. In thread a kann man dann im Poll-System abstimmen und das Geheimnis des Ergebnisses wird erst zu gegebener Zeit vom Alleinspieler gelüftet. Dann ggf. dort rollout, Zug des Alleinspielers und weiter gehts...

Finde ich interessant, dürfte aber m. E. für die Praxis zu kompliziert sein.

markx

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #12 am: 25. Februar 2010, 21:31:22 »
Ich find's einfach viel lebendiger, wenn alles in einem Thread ist. Übersichtlicher auch noch, als wenn hier gezogen und dort diskutiert wird.
Nochmal zur Diskussion: Weil das OLM auf gammonu schon erwähnt wurde - finde ich so ziemlich fad. Man klickt halt seinen Zug an. Die Diskussionen sind absolut statisch, nicht spannend/lustig/anregend/hypothetisch, wie sie meiner Meinung nach ein OLM erst lebendig machen. (Der Vorteil dort sind natürlich die Kommentare von Kit, aber unsere gesammelten Kommentare sind mindestens ebenso wertvoll!  8))

Andreas

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #13 am: 25. Februar 2010, 22:33:36 »
  • Jedes Forums-Mitglied hat eine Stimme. Wenn man sich einmal für einen Zug oder eine Doppler-Aktion entschieden hat, so steht diese.

Mein Vorschlag ginge auch dahin, auf diese Regel zu verzichten. (Alle anderen finde ich ok.)

Fett würde ich jedoch obligatorisch machen. Wer mehr als einen Zug Fett hat, wird dann überhaupt nicht mitgezählt.

Es sollte dann für den Alleinspieler kein so grosses Problem sein, die Fetten zu zählen...als kleinen ausgleichenden Vorteil ist auf seiner Seite, dass er etwas frei darin ist, wann er unseren Zug feststellt.

Hardy

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #14 am: 25. Februar 2010, 22:35:23 »
Eins soll das OLM sicher nicht: Stocksteif werden. Und die Diskussionen sind im Grunde wichtiger als die Züge oder Sieg/Niederlage. Ich werde die Grundprinzipien als Empfehlung formulieren, nicht als unumstößliches Gesetz. Wir sind hier doch nicht in einem Schrebergartenverein  ;D   Und für Verbesserungsvorschläge bin ich jederzeit zu haben. Ob jemand die Diskussion liest, bevor er sein Votum abgibt, ist mir eigentlich egal. Jeder muss für sich entscheiden, wie er den meisten Benefit aus dem OLM zieht.


Gruß,

Hardy   
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HH-Dirk

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #15 am: 25. Februar 2010, 22:53:46 »
Wir sind hier doch nicht in einem Schrebergartenverein  ;D

Gruß,

Hardy   
Vorsicht mit solchen Äußerungen. Hab gehört, die Laubenpieperlobby ist gut organisiert und klagefreudig ;D
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markx

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Re: OLM-Prinzipien
« Antwort #16 am: 02. März 2010, 13:46:02 »
Ich hatte auch auf etwas Equity aus falschen Passes gehofft. Nach dem geposteten Rollout unserers letzten Zuges habe ich die Hoffung darauf allerdings aufgegeben.
A propos - das wäre auch nochmal ein kleiner Diskussionspunkt für die OLM-Prinzipien:
Ich find ja die schnellen Rollouts super - großes Lob an alle, die sich hier immer bewogen fühlen.  :TU Je näher die Rollouts zeitlich am Zug liegen, desto besser kann man davon profitieren. Allerdings kann ein Rollout des vorangegangenen Zugs schon ein großer Hinweis für die nächste Doppler-Entscheidung sein - vor allem, wenn man auf die Equity des Zuges guckt.
Da sich theoretisch aber jeder eh diese Hilfe holen könnte, die Daten evtl. auch gar nicht in diesem Sinne genutzt werden (ich schaue zB. nur auf die Reihenfolge der Züge und deren Abstand, nie auf die Equity der einzelnen Züge) und das OLM generell zum Spaß und zum Lernen da ist, seh ich persönlich darin kein Problem.